Angeboten wird hier ein Volvo V50 2.0D Bj. 2007
 mit einer Laufleistung von 178.000 km und divers
en Extras
. Das Fahrzeug ist seit März abgemeldet
, was nur daran liegt, dass ich mich bis vor zwei Wochen noch im Auslandseinsatz befand und den Verkauf vorher nicht mehr abwickeln konnte.
Zur Geschichte des Fahrzeugs:
Erstanden habe ich das Fahrzeug im Juli 2018. Es war eine lange Fahrt in den finstersten Teil Deutschlands ... das Saarland. Clever, wie ich nun mal bin, nahm ich mir den fähigsten Kfz-Mechaniker, den ich mit wenig Aufwand beim Durchscrollen meiner WhatsApp-Kontaktliste finden konnte. Sein Verhandlungsgeschick ist weltbekannt, er hat vermutlich sogar Panagiotta Petridou ausgebildet (das ist die niedliche Griechin von VOX). Die Fahrt verlief soweit ruhig, bis wir die Grenze vom schönen Rheinland-Pfalz hinter uns ließen und plötzlich Straßen durch Feldwege, Autos durch Kutschen und Menschen durch Primaten ersetzt wurden. Nach gefühltem dreiwöchigen Irren durch die saarländische Einöde erblickte mein Auge dieses karminrote Meisterstück schwedischer Handwerkskunst. Geschmiedet aus Splittern Mjöllnirs, wobei keiner weiß, warum der scheiß Hammer splittern sollte.
Bei einer Probefahrt fielen sofort die qualitativ hochwertige und umfangreiche Ausstattung auf. Das außerordentlich sportliche aerodynamische Verhalten ließ sich nur auf die fehlende Abdeckung des rechten Außenspiegels zurückführen. Ich musste zeitnah eine Entscheidung herbeiführen, da mir der Verkäufer glaubhaft versichern konnte, dass Sebastian Vettel selbst um Audienz gebeten hat, dieses Fahrzeug zu erwerben. Also ging es schnellstmöglich zu harten Preisverhandlungen. Wie eingangs erwähnt, hatte ich den Godfather of Preisverhandlung anbei. Ein kurzer Auszug der dramatischen Preisverhandlungen, die sich gefühlt über Wochen ziehen sollten:
Verkäufer: Also ich sag mal 5400.
Godfather of Preisverhandlungen: Jo, 5.4 is'n fairer Preis.
Der langen Rede ausbleibender Sinn: 5400 war'n fairer Preis, die Bude wurde Mein.
Entgegen der vorangegangen Gewichtsersparnis entschied ich mich dazu, der Symmetrie wegen, wieder eine Außenspiegelabdeckung zu installieren und diese schwarz zu kolorieren, gemeinsam mit der bereits vorhandenen.
Des Serienmäßigen Doppel-DIN-Volksempfängers entledigte ich mich, um eine moderne, omnikonnektive Orchestralversion eines Radios zu verbauen. Es handelt sich um das Android System BLP 990A mit allen bekannten Funktionen eines Smartphones (Bluetooth, WLAN, Video, Google Play Store, USB-Anschluss etc.). Eine Rückfahrkamera kann nachgerüstet werden, Anschlüsse sind vorhanden.
Es zeigte sich bereits beim Einbau, dass man allein dafür das Wissen einer griechischen Gottheit benötigte. Oder eben MacGyver sein muss. Gott sei dank befindet sich dieser in meiner WhatsApp-Kontaktliste. Mit bloßen Händen und dem Wissen der Athene gelang es ihm, dieses störrische Multimediasystem zu implementieren.
Meine Ohren gestreichelt fühlend verließ ich den Olymp, dieser Hephaistos des hörbaren Genusses hat Hammer und Amboss samt Steigbügel eine wohlwollende Vergewaltigung zugefügt.
Dem Glück kein Ende nehmend entdeckte ich später in der hauseigenen Garage eine Ölader, woraufhin ich kurze Zeit später einen Anruf des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika entgegennahm, mit der Drohung, bei mir einzumarschieren, um Demokratie zu bringen. Da meine Englischkenntnisse allerdings nicht die besten sind und Demokratie nach amerikanischen Vorbild in meinem Hause nichts zu suchen hat, entschloss ich mich, die Ölquelle unabänderbar zu verschließen und die AGR-Dichtung zu ersetzen.
Ein plötzlicher Leistungsverlust Anfang Februar diesen Jahres verhinderte jäh meine Teilnahme an den Deutschen Tourenwagen-Meisterschaften auf dem Sachsen-Ring. Dieser Umstand führte zu mich Mimir, dem Götterschmied, um doch die Frage zu klären, ob der Leistungsverlust auf die Montage des Außenspiegels zurückzuführen ist. Dies verneinte er. Woher dieser nun kam, konnte auch er mir nicht in seiner unbändigen Weisheit mit Sicherheit sagen. Er vermutete, dass Aiolos, der griechischen Gott der Winde, da seine Finger im Spiel hat. Der Turbolader ist wie eine verheiratete Frau, er bläst nicht mehr.
Wer bis hier hin gelesen hat, scheint wirklich Interesse zu haben. Oder zu viel Zeit.
Genug mit dem Blödsinn, das Fahrzeug steht nun zum Verkauf. Turbo geht nicht, woran es liegt, kann nicht mal die Volvo Fachwerkstatt mit Sicherheit feststellen. Das Fahrzeug ist abgemeldet aber Fahrbereit, eine Probefahrt nur nach Absprache möglich.
Falls noch Fragen sind oder weitere Bilder gewünscht werden, stehe ich über bekannte Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung.